Karo und der liebe Gott

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„Karo und der liebe Gott“, das ist eine österreichische Komödie aus dem Jahr 2006 mit durchaus ernsten Hintergründen. Der Film gibt, Witz und Charme nicht aus den Augen verlierend, einen Einblick über die Gefühle und Probleme, welche eine Trennung von Eltern auslösen kann, aus der Sicht von betroffenen Kindern. Durch das realistische Ende des Films gibt er anderen Kindern mit demselben Schicksal sogar zu verstehen, dass sich die Erde deshalb nicht zu drehen aufhört und in jedem Fall ein Happy End möglich ist.

 

 

Karo und der liebe Gott

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Plötzlich antwortet der liebe Gott

Für Karo (Resi Reiner) bricht ihre heile Welt einen Tag vor ihrer Erstkommunion zusammen: ihr Vater (Markus Gertken) hat ein Verhältnis, das auffliegt, die Trennung der Eltern folgt unweigerlich und mündet in den Auszug von Mutter Alice (Petra Morzé) samt Tochter Karo. Für das junge Mädchen ist das natürlich ein wahrer Schicksalsschlag. So kommt sie auf die Idee, mit einem Walkie-Talkie einfach an den lieben Gott zu funken und sich ihren Frust von der Seele zu reden. Dann geschieht für die Achtjährige das Unglaubliche – prompt bekommt sie Antwort. Der Glaube, dass hier tatsächlich Gott am anderen Ende mit ihr redet, wird auch noch durch einen Zufall verstärkt. Selbst, nachdem sich später herausstellt, dass dieser liebe Gott in Wirklichkeit ein heruntergekommener, schroffer älterer Mann (Branko Samarovski) ist, der direkt unter ihr wohnt und auch dem Alkohol nicht abgeneigt ist.

Wenngleich die Eltern nicht mehr zusammenkommen, muss das längst nicht traurig sein

Doch der Glaube von Karo ist dennoch ungebrochen, dass es der liebe Gott sein muss, und so schmiedet sie den Plan, dass der ihr helfen muss, ihre Eltern wieder zusammenzubringen. Auch wenn sich der Mann seinem Schicksal als der liebe Gott für das kleine Mädchen fügt und zu helfen versucht, so schlagen doch die zahlreichen kreativen Versuche allesamt fehl. Zwar führt das zu einer wahren Achterbahnfahrt bei den Gefühlen des Kindes, dennoch wächst sie daran. So hat sie letztendlich neue Freunde gefunden und kann sich auch viel besser mit ihrem neuen Leben arrangieren. Selbst wenn hinter den zutiefst motivierten Versuchen, die Eltern wieder miteinander zu versöhnen, ein ernster und trauriger Kern steckt, erzählt der Film mit viel Liebe zum Detail und ebenso einer gehörigen Portion Witz die Versuche von Karo und dem vermeintlich lieben Gott, alles wieder ins Lot zu bringen.

Karo und der liebe Gott – ausgezeichnet und empfehlenswert

Andere Kinder, die tatsächlich in der Situation stecken, dass sich deren Eltern trennen bzw. bereits getrennt haben, vermittelt der Film dabei in einer pfiffigen, erfrischenden Weise, dass das Leben dennoch weitergeht und nicht minder schön sein muss. So ist „Karo und der liebe Gott“ eine gelungene, herzliche Komödie, an der sich Jung und Alt gleichermaßen erfreuen können. Gedreht wurde der Film übrigens in der Steiermark, Niederösterreich und Wien. Für die Rolle der Karo wurde extra ein österreichweites Casting veranstaltet, um eine perfekte Darstellerin zu finden. Die Regisseurin Danielle Proskar, die sich vor allem für Dokumentationen und Imageporträts für Industrieunternehmen verantwortlich zeigt, hat beim ORF auch schon Regie bei einer Kinderfilmserie geführt. In Kanada wurde „Karo und der liebe Gott“ mit dem Prix Camério ausgezeichnet, während der Kinofilm von der österreichischen Jugendmedienkommission das Prädikat „besonders wertvoll“ erhielt.

Die Liebe zu seinen Mitmenschen

Ob die Liebe zu seiner Mutter, zur Natur oder dem lieben Gott. Liebe muss wachsen und um Liebe zu erhalten, muss man etwas tun. Gerade Freunden und Verwandten schenkt man immer wieder etwas zu den unterschiedlichsten Anlässen. Ob zum Valentinstag oder zum Geburtstag.